Adobe Acrobat Reader 64 Bit Version unter Ubuntu

18. November 2008

Der Dokumentenbetrachter Evince versagt unter Ubuntu gelegentlich seinen Dienst. Unter anderem zeigt Evince Schwächen bei PDF Dokumenten die viele, oder größere Bilder enthalten. Ausserdem fehlen Funktionen zur Formularverarbeitung. Wer entsprechende Unterstützung braucht, kommt nicht umhin das Original zu installieren.

Um den Adobe Acrobat Reader unter Ubuntu in der 64 Bit-Version zu installieren ist es notwendig, eine weitere Softwarequelle einzubinden. Laden Sie zunächst den entsprechenden GPG Key und binden Sie diesen ein.
Starten Sie eine Administrationskonsole, dort geben Sie folgendes ein:

wget -q http://fr.packages.medibuntu.org/medibuntu-key.gpg -O- | sudo apt-key add -

Nachdem der GPG Schlüssel eingebunden ist, muss der Paketverwaltung die neue Softwarequelle, aus der installiert werden soll, bekanntgegeben werden. Mit der folgenden Eingabe starten Sie den Editor mit der Liste der Softwarequellen.

gedit /etc/apt/sources.list

Fügen Sie die folgende Zeile an und speichern Sie die Datei.

deb http://fr.packages.medibuntu.org/ hardy free non-free

Nachdem der Editor geschlossen ist, können Sie auf die Konsole zurückkehren und dort die Paketquellen aktualisieren.
Die Paketquellen werden aktualisiert mit:

apt-get update

Die eigentliche Installation inklusive Plugin für Firefox erfolgt mit:

apt-get install acroread acroread-plugins mozilla-acroread

Firefox muss nach der Installation nicht neu gestartet werden, Sie können das PDF Plugin sofort nutzen.

Tipp: In der erweiterten Suche von Google können Sie gezielt nach PDF Dateien suchen und haben damit sofort ein Testobjekt.

Fedora persistent auf einem USB-Stick installieren

30. Oktober 2008

Fedora9 lässt sich auf bequeme Weise auf einem USB-Stick installieren. Unter https://fedorahosted.org/liveusb-creator gibt es ein Tool, mit dem sich ein live ISO Image auf einen Stick ziehen lässt. Der Liveusb-Creator ist für verschiendene Plattformen verfügbar, unter anderem auch für Windows.

Ich habe den Liveusb-Creator auf einem Ubuntu 8.04 getestet, das folgende Bild zeigt die Oberfläche unter Gnome.

Der Gnome Liveusb-Creator in einer Gnome Umgebung unter Ubuntu 8.04

Der Liveusb-Creator in einer Gnome Umgebung unter Ubuntu 8.04

Mittels des Schiebereglers im rechten Bildteil lässt sich festlegen, wieviel MB zum speichern von Benutzereinstellungen auf dem Stick genutzt werden sollen. Sofern das Zielsystem über die Möglichkeit verfügt, von einer USB-Disk zu booten sollte nach dem ausführen des Liveusb-Creators alles notwendige getan sein um Fedora9 vom Stick zu booten und das Betriebssystem auf dem Stick auszuführen, ohne das Veränderungen an einem auf der Festplatte vorhandenen Dateisystem vorgenommen werden.

Ich habe einen Corsair Flash Voyager mit 8GB als USB-Stick genutzt. Nachdem ich mit dem Stick gebootet habe, erhielt ich allerdings folgende Meldung:

Could not find kernel image: linux

Ich habe den Abend dann mit Recherche in verschiedenen Suchmaschinen und Foren verbracht. Die dort angebotenen Lösungen haben allerdings auch nicht zum Erfolg geführt.

Am Ende habe ich mich entschieden das Dateisystem meines USB-Sticks komplett zu killen und neu anzulegen.
Ich habe ein neues FAT32 Dateisystem mit fdisk eingerichtet, das DOS Kompatibilitätsflag gesetzt, das Dateisystem als bootfähig markiert und mit mkfs.vfat32 eingerichtet. Danach liess sich der Stick problemlos booten.
Aus einigen Berichten anderer Leute habe ich erfahren, das man bei einigen USB-Sticks auch versuchen kann, ein FAT16 zu nutzen.

Generell scheint es so zu sein, das die Dateisysteme auf USB-Sticks vom Hersteller teilweise nicht optimal eingerichtet sind und es sich häufig empfiehlt, einfach ein neues Dateisystem anzulegen. Ausserdem sollte man darauf achten sich einen vernünftigen USB-Stick zu kaufen und auf preiswertere Produkte zu verzichten.

Mein Fedora9 läuft jedenfalls sehr gut und im Grunde merkt man gar nicht, dass man einen USB-Stick nutzt. Sämtliche Einstellungen sind nach einem Neustart vorhanden. Selbst neue Software lässt sich installieren und benutzerdefiniert einrichten.

Fazit:
Der USB-Stick bietet eine hervorragende Möglichkeit, erste Schritte mit einem neuen Betriebssystem zu unternehmen, ohne es komplett auf einer Festplatte zu installieren.