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Fedora persistent auf einem USB-Stick installieren

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Fedora9 lässt sich auf bequeme Weise auf einem USB-Stick installieren. Unter https://fedorahosted.org/liveusb-creator gibt es ein Tool, mit dem sich ein live ISO Image auf einen Stick ziehen lässt. Der Liveusb-Creator ist für verschiendene Plattformen verfügbar, unter anderem auch für Windows.

Ich habe den Liveusb-Creator auf einem Ubuntu 8.04 getestet, das folgende Bild zeigt die Oberfläche unter Gnome.

Der Gnome Liveusb-Creator in einer Gnome Umgebung unter Ubuntu 8.04

Der Liveusb-Creator in einer Gnome Umgebung unter Ubuntu 8.04

Mittels des Schiebereglers im rechten Bildteil lässt sich festlegen, wieviel MB zum speichern von Benutzereinstellungen auf dem Stick genutzt werden sollen. Sofern das Zielsystem über die Möglichkeit verfügt, von einer USB-Disk zu booten sollte nach dem ausführen des Liveusb-Creators alles notwendige getan sein um Fedora9 vom Stick zu booten und das Betriebssystem auf dem Stick auszuführen, ohne das Veränderungen an einem auf der Festplatte vorhandenen Dateisystem vorgenommen werden.

Ich habe einen Corsair Flash Voyager mit 8GB als USB-Stick genutzt. Nachdem ich mit dem Stick gebootet habe, erhielt ich allerdings folgende Meldung:

Could not find kernel image: linux

Ich habe den Abend dann mit Recherche in verschiedenen Suchmaschinen und Foren verbracht. Die dort angebotenen Lösungen haben allerdings auch nicht zum Erfolg geführt.

Am Ende habe ich mich entschieden das Dateisystem meines USB-Sticks komplett zu killen und neu anzulegen.
Ich habe ein neues FAT32 Dateisystem mit fdisk eingerichtet, das DOS Kompatibilitätsflag gesetzt, das Dateisystem als bootfähig markiert und mit mkfs.vfat32 eingerichtet. Danach liess sich der Stick problemlos booten.
Aus einigen Berichten anderer Leute habe ich erfahren, das man bei einigen USB-Sticks auch versuchen kann, ein FAT16 zu nutzen.

Generell scheint es so zu sein, das die Dateisysteme auf USB-Sticks vom Hersteller teilweise nicht optimal eingerichtet sind und es sich häufig empfiehlt, einfach ein neues Dateisystem anzulegen. Ausserdem sollte man darauf achten sich einen vernünftigen USB-Stick zu kaufen und auf preiswertere Produkte zu verzichten.

Mein Fedora9 läuft jedenfalls sehr gut und im Grunde merkt man gar nicht, dass man einen USB-Stick nutzt. Sämtliche Einstellungen sind nach einem Neustart vorhanden. Selbst neue Software lässt sich installieren und benutzerdefiniert einrichten.

Fazit:
Der USB-Stick bietet eine hervorragende Möglichkeit, erste Schritte mit einem neuen Betriebssystem zu unternehmen, ohne es komplett auf einer Festplatte zu installieren.